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Immobilienpreise in Luxemburg: Bilanz des 2. Quartals 2026

Immobilienpreise in Luxemburg: Bilanz des 2. Quartals 2026

Auf dem Weg zu einer dauerhaften Normalisierung des luxemburgischen Immobilienmarktes

Die jüngsten gemeinsamen Berichte des Observatoire de l'Habitat und des STATEC zeigen einen Paradigmenwechsel für den Wohnsektor im Großherzogtum auf. Nach einem Jahr 2025, das von erheblichen Schwankungen aufgrund des Auslaufens befristeter steuerlicher Maßnahmen geprägt war, scheint der Markt im Jahr 2026 nun einen Weg der Stabilität einzuschlagen.

Deutlich steigendes Transaktionsvolumen

Die vom Portal NextImmo und den offiziellen Stellen veröffentlichten Daten bestätigen, dass die Aktivität wieder zugenommen hat. Im ersten Quartal 2026 erreichte die Zahl der Transaktionen für bestehende Wohnungen 968 Verkäufe, was einem Anstieg von 9,4 % innerhalb eines Jahres entspricht und sich damit den Vorkrisenstandards annähert (Durchschnitt von 1.032 Verkäufen zwischen 2017 und 2021) [3].

Bestehende Häuser stehen dem in nichts nach, mit einem Zuwachs von 11,5 % über zwölf Monate (650 Verkäufe) [3]. Diese positive Dynamik folgt auf ein außergewöhnliches zweites Quartal 2025, in dem die Verkäufe bestehender Wohnungen infolge des bevorstehenden Auslaufens steuerlicher Anreize zum 30. Juni 2025 um 72,9 % in die Höhe geschnellt waren [1].

Preisentwicklung: Ende der Volatilität?

Der vom STATEC berechnete hedonische Preisindex zeigt im ersten Quartal 2026 einen moderaten Gesamtanstieg von +1,7 % auf Jahresbasis [3]. Diese Zahl markiert einen deutlichen Bruch mit den Krisenjahren:

  • 2023: Preisrückgang von -9,1 % [2].
  • 2024: Preisrückgang von -5,2 % [2].
  • 2025: Beginn der Trendwende mit einem jährlichen Anstieg von +1,6 % [2].

Das Segment der bestehenden Häuser bleibt mit einem Wachstum von +3,0 % über zwölf Monate am stärksten, während Wohnungen (neu und bestehend) einen eher verhaltenen Zuwachs von +0,9 % aufweisen [3].

Anhaltende Schwäche bei Neubauten (VEFA)

Trotz des allgemeinen Optimismus tut sich das Segment der Verkäufe im zukünftigen Zustand der Fertigstellung (VEFA) schwer mit einer Erholung. Die Zahl der Transaktionen sank im ersten Quartal 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18,2 % [3]. Obwohl die Preise hier relativ stabil sind (+0,9 %), bleibt die Aktivität weit hinter den durchschnittlichen 650 Quartalsverkäufen zurück, die vor der Immobilienkrise 2022 verzeichnet wurden [3].

Mietmarkt unter Druck

Während sich die Verkaufspreise stabilisieren, belastet der Mietmarkt das Budget der Haushalte weiterhin stark. Die angebotenen Mieten für Wohnungen stiegen im ersten Quartal 2026 um +4,4 % auf Jahresbasis [3]. Dieser Anstieg ist fast dreimal so hoch wie die Inflation, die im gleichen Zeitraum bei 1,6 % lag [3]. Diese Entkoppelung zwischen Verkaufspreisen und Mieten zeugt von der starken Mietnachfrage in städtischen Zentren wie Luxemburg-Stadt oder Esch-sur-Alzette, da der Zugang zum Wohneigentum für Erstkäufer weiterhin erschwert ist.

Quellen

  1. Pressemitteilung: Logement en chiffres n°18
  2. Le logement en chiffres im vierten Quartal 2025
  3. Analysebericht Nr. 25 - 1. Quartal 2026
  4. Immobilienpreise und ihre Entwicklung nach Städten - Paperjam
  5. Logement en chiffres #19 - Vollständiger Bericht

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