Der Immobilienmarkt in Luxemburg bleibt angespannt

Während einige Beobachter auf eine Erholung zu Beginn des Jahres 2025 hofften, sind die Zahlen eindeutig: Der luxemburgische Wohnungsmarkt bleibt blockiert. Und weder ein leichter Preisrückgang noch einige steuerliche Anpassungen ändern etwas daran.
📉 Verkäufe im freien Fall
Laut dem Observatoire de l’habitat sind die Wohnungsverkäufe im 1. Quartal 2025 im Vergleich zum Vorquartal um 34,6 % gesunken. Häuser? -35,5 %. Nur der Jahresvergleich scheint positiv zu sein... aber auch nur, weil das 1. Quartal 2024 historisch niedrig war.
👉 Die Verkäufe von Neubauimmobilien (VEFA) bleiben bei unter 40 % ihres Vorkrisenniveaus, und der Bestand stagniert. Das Ergebnis: Ein Markt, der auf Sparflamme läuft, mit vielen auf Eis gelegten Projekten.
💶 Scheinbar stabile Preise
Der bekannte hedonische Index ist im Quartal nur um 1,2 % gesunken und verzeichnet auf Jahresbasis sogar einen leichten Anstieg von 0,9 %. Doch diese Stabilität verbirgt in Wirklichkeit eine hohe Volatilität je nach Art der Immobilie, ihrer Lage oder ihrem Zustand. Und vor allem spiegelt sie die allgemeine Unentschlossenheit zwischen Käufern und Verkäufern wider.
Anders gesagt: Die Preise steigen nicht mehr, aber sie ziehen auch keine Käufer an.
🏘 Nahezu eingefrorene Mieten
Auf dem Mietmarkt sieht die Situation ähnlich aus. Die Wohnungsmieten sind in einem Jahr nur um 1,5 % gestiegen — kaum mehr als die Inflation. Diese mangelnde Dynamik offenbart eine vorsichtige Nachfrage und einen eklatanten Mangel an erschwinglichen Angeboten.
Ausnahmen:
- 📈 +12,2 % für Häuser zur Miete (aber geringes Angebot)
- 🛏 +2,2 % für möblierte Zimmer
📆 Juni, ein entscheidender Monat
Die vorübergehende Beibehaltung bestimmter steuerlicher Vergünstigungen (reduzierte Einregistrierungsgebühren, beschleunigte Abschreibung usw.) bis zum 30. Juni 2025 hat die Kaufentscheidungen verzögert. Aber nach diesem Stichtag ist die Gefahr eines erneuten Einfrierens des Marktes real.
Finanzminister Gilles Roth (CSV) hat bestätigt, dass:
- Ein vor dem 30. Juni unterzeichneter Kaufvorvertrag (Compromis) oder Reservierungsvertrag es ermöglichen würde, die Hilfen bis zum 30. September in Anspruch zu nehmen.
- Eine Steuergutschrift „Bëllegen Akt“ in Höhe von 40.000 € nun beschlossen ist.
Positive Maßnahmen, die jedoch nicht ausreichen, um den Markt wirklich wiederzubeleben, ohne eine ehrgeizigere Baupolitik.
🤔 Was tun, wenn Sie heute Verkäufer oder Käufer sind?
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- 📊 Eine realistische Preisstrategie
- 📞 Persönliche oder digitale Betreuung
Haben Sie ein Immobilienprojekt? Warten Sie nicht darauf, dass der Markt Ihnen seine Regeln diktiert.
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