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Warum Eigentümer ihre Immobilie überbewerten – und wie ihnen das schadet

Warum Eigentümer ihre Immobilie überbewerten – und wie ihnen das schadet

Jeder Immobilienmakler kennt das Problem: Verkäufer setzen unrealistische Preise an. „Mein Haus ist mehr wert!“ – ein Satz, den man ständig hört. Aber warum? Und vor allem, wie schaden sich diese Verkäufer selbst, indem sie ihre Immobilie zu einem überhöhten Preis anbieten?

Hier sind 10 Gründe, warum Immobilieneigentümer fast immer versuchen, zu teuer zu verkaufen:

  • Emotionale Bindung – Ihr Haus ist mehr als nur eine Immobilie, es ist voller Erinnerungen.

  • Vergleich mit falschen Referenzen – „Mein Nachbar hat für X verkauft!“, ohne die Unterschiede zu berücksichtigen.

  • Mangelnde Marktkenntnis – Sie ignorieren, dass sich der Markt entwickelt und nicht alle Preise realistisch sind.

  • Hoffnung auf den perfekten Käufer – „Irgendjemand wird diesen Preis schon zahlen!“

  • Verwechslung von Investition und Marktwert – „Ich habe 50.000 € in Renovierungen investiert!“ – das bedeutet nicht, dass der Markt diesen Betrag auch zahlt.

  • Fehlender Verkaufsdruck – Ohne Dringlichkeit versuchen sie ihr Glück mit überhöhten Preisen.

  • Schlechte Berater – Freunde, Familie und manche Buchhalter geben oft unrealistische Einschätzungen ab.

  • Spekulation auf steigende Preise – „Der Markt wird sicher bald anziehen!“ (Spoiler: Das ist selten der Fall.)

  • Angst, unter Wert zu verkaufen – Die Befürchtung, „über den Tisch gezogen zu werden“, blockiert einen realistischen Preis.

  • Druck auf den Immobilienmakler ausüben – Testen, ob der Makler die Bewertung künstlich in die Höhe treibt, nur um den Maklerauftrag zu erhalten.

10 Tricks, mit denen Eigentümer versuchen, Immobilienmakler zu manipulieren

Hier ist, wie einige Verkäufer es schaffen, Makler davon zu überzeugen, ihre Inserate zu überhöhten Preisen zu veröffentlichen:

  • Verzerrte Verkaufsvergleiche – Sie liefern falsche Zahlen über lokale Verkäufe.

  • „Ein Freund hat mir gesagt, dass...“ – Sie stützen sich auf unqualifizierte „Experten“.

  • Verschweigen von Mängeln – Der Makler entdeckt zu spät, dass das Dach undicht ist.

  • Übertriebene Schönfärberei – „Luxuslage!“, obwohl die Immobilie direkt an der Autobahn liegt.

  • Aufgeblähte Gutachten – Teure und oft völlig marktferne Bewertungen.

  • Druck auf den Immobilienmakler – „Wenn du nicht mindestens diesen Preis ansetzt, gehe ich woanders hin!“

  • Falsche Käufer – „Ich habe einen Käufer, der bereit ist, diesen Preis zu zahlen!“ (Spoiler: Er existiert nicht.)

  • Den Makler mit einer höheren Provision ködern – „Wir geben dir mehr, wenn du es zu diesem Preis verkaufst!“

  • Irreführende Statistiken – „Schau, wie die Preise in den letzten 10 Jahren gestiegen sind!“ – ohne den aktuellen Markt zu berücksichtigen.

  • Emotionale Manipulation – „Ich kann nicht weniger akzeptieren, mein ganzes Leben hängt davon ab!“

Die schweren Konsequenzen eines überhöhten Preises

Und dann? Wer einen zu hohen Preis ansetzt, verliert mehr, als er gewinnt. Hier sind die Auswirkungen:

  • Die Immobilie bleibt zu lange auf dem Markt – Käufer vermuten ein Problem.

  • Das Angebot ist „verbrannt“ – Je länger es online ist, desto uninteressanter wird es.

  • Seriöse Käufer wenden sich ab – Echte Interessenten ignorieren unrealistische Angebote.

  • Erzwungene Preissenkungen – Nach Monaten ohne Angebot muss der Verkäufer seinen Preis drastisch senken.

  • Ein Endpreis unter dem Marktwert – Käufer verhandeln bei alten Inseraten deutlich härter.

  • Hohe laufende Kosten – Kredite, Nebenkosten und Steuern fallen weiterhin an.

  • Desinteresse der Makler – Makler investieren weniger Zeit und Geld in zu teure Immobilien.

  • Blockade des Immobilienwechsels – Wenn ein Neukauf geplant ist, verzögert sich alles.

  • Schwierigere Verhandlungen – Der Käufer ist im Vorteil.

  • Schlechtes Image des Verkäufers – Er wird als „unrealistisch“ wahrgenommen.

Der wahre Verlust eines zu hohen Preises

Studien zeigen, dass Immobilien, die von Anfang an zu teuer angeboten werden, letztendlich 5 bis 10 % unter dem Marktpreis verkauft werden. Wer denkt, er könne „hoch ansetzen, um Spielraum zu haben“, verliert am Ende mehr Geld.

Ein Rechenbeispiel:

Wahrer Marktwert: 500.000 € Ursprünglich angesetzter Preis: 600.000 € (zu hoch) Verkauft nach 12 Monaten für: 450.000 € (anstatt 500.000 €!) Nettoverlust: 50.000 € – nur wegen einer falschen Strategie.

Fazit: Clever verkaufen statt träumen

Die Lösung?

Ein realistischer Startpreis erzielt den besten Endpreis. Ein guter Immobilienmakler erklärt Ihnen, warum Ihr Wunschpreis nicht umsetzbar ist. Jede Immobilie hat ihren wahren Wert – und der ist nicht verhandelbar. Ein schneller Verkauf ist besser, als auf einen imaginären Jackpot zu hoffen.

Lassen Sie nicht zu, dass Ihr Ego oder schlechte Ratschläge Sie ruinieren. Wer den Markt versteht, verkauft schneller und zu einem besseren Preis, ohne zu tricksen oder Immobilienmakler zu manipulieren.

Haben Sie diese Situation schon einmal erlebt? Teilen Sie Ihre Erfahrungen! 👇